Selektives Lasersintern
Nacharbeit und Oberflächentechnik
Zusatzleistungen
Mechanische Nacharbeit von SLS 3D-Druckteilen
Lasersinterkomponenten unterliegen prozessbedingt je nach Nennmaß ungefähr den folgenden symmetrischen Toleranzbereichen:
| Nennmaß | Toleranzbereich |
|---|---|
| 0 bis 30mm | ± 0,2 mm |
| 30 bis 100mm | ± 0,3 mm |
| Ab 100 mm | ± 0,3 % des Nennmaßes |
Manche SLS-Teile müssen jedoch strengere Toleranzen erfüllen, um Ihre Funktion zu gewährleisten. Um dies zu erreichen, können die Bauteile nach dem 3D-Druckprozess spanend nachgearbeitet werden z.B. mit einer CNC-Fräsmaschine oder mit einer Bohrmaschine bzw. einem Gewindeschneider. Für die CNC-Nachbearbeitung können wir auf den Maschinenpark unseres Partners priomold mit über 20 Fräsmaschinen zurückgreifen. Das einschmelzen von Gewindebuchsen zählt zudem ebenfalls in die Kategorie mechanische Nacharbeit.

Vorteile der mechanischen Nacharbeit
Ideal für Bauteile, die …
- stellenweise einem engen Toleranzbereich gerecht werden müssen
- für Ihre Funktion präzise Bohrlöcher mit Passungen benötigen
- langlebige Gewindeeinsätze aus Metall benötigen

CNC-Fräsen von SLS-Teilen
Das Nachbearbeiten von Lasersinterbauteilen auf einer Fräsmaschine sorgt dafür, dass an machen Stellen des Bauteils engere Toleranzbereiche erfüllt werden können, als direkt im SLS-Verfahren möglich. Beispielsweise können Bohrungen präzise gesetzt werden, Flächen planar abgefräst werden, um strengeren Anforderungen an Parallelität gerecht zu werden oder Innen- und Außendurchmesser nachgefräst werden, um exaktere Durchmesser zu erhalten. Für die spanende Nachbearbeitung von SLS-Teilen können wir auf die Expertise unserer Partners priomold zurückgreifen.

Passungen und Gewinde
Innendurchmesser neigen beim Selektiven Lasersintern dazu eher zuzuschwinden bzw. zuzuschmelzen. Durch das Nachbohren dieser Bohrungen an einer Standbohrmaschine z.B. mit einer Reibahle, kann man Lasersinterteile mit präzisen Bohrlöchern und Passungen produzieren. Sieht man vor dem Druckprozess, die entsprechende Kernlochbohrung im Bauteil vor, so kann man direkt nach dem Druckprozess auch Gewinde in dem Bauteil einschneiden. Tipp: Gewinde ab M4 können auch direkt im SLS-Verfahren hergestellt werden.

Einschmelzen von Gewindeeinsätzen
Das Einschmelzen von Gewindeeinsätzen mit einem Lötkolben, ist die robusteste und langlebigste Art, um Gewindeeinsätze in ein Kunststoff-SLS-Teil einzubringen. Wir haben einen großen Lagerbestand an Gewindebuchsen, um auch komplexe Bauteile mit Gewindebuchsen schnell liefern zu können. Idealerweise sollte, das Bauteil an der entsprechenden Stelle bereits eine passende Bohrung besitzen. Wenn Du hier Unterstützung benötigst, sprich uns gerne an!

Kompatible Materialien
- PA2200 (PA12 weiß)
- PA2201 (PA12 transluzent)
- PA3200GF (PA12 Mit Glas weiß)
- Alumide (PA12 mit Aluminium)
- PA2241FR (PA12 mit Flammschutz weiß)
- PA2210FR (PA12 mit Flammschutz weiß)
- PA1101 (PA11 weiß)
Häufig gestellte Fragen - Mechanische Nacharbeit
Beim SLS-3D-Druck entstehen prozessbedingt bestimmte Maßtoleranzen, die vom Nennmaß des Bauteils abhängen. Bei Bauteilen mit einem Nennmaß von 0 bis 30 mm liegt der typische Toleranzbereich bei etwa ± 0,2 mm. Im Bereich von 30 bis 100 mm beträgt die Toleranz ungefähr ± 0,3 mm, und bei größeren Bauteilen ab 100 mm liegt sie bei etwa ± 0,3 % des jeweiligen Nennmaßes. Wenn engere Toleranzen oder sehr präzise Passungen benötigt werden, können diese durch mechanische Nacharbeit wie Bohren, Reiben oder Fräsen erreicht werden.Â
Ja. In SLS-Bauteile können Gewindebuchsen aus Metall eingeschmolzen werden. Diese Methode sorgt für besonders robuste und langlebige Gewinde, die auch bei häufiger Montage zuverlässig funktionieren. Die benötigten Gewindeeinsätze haben wir bei prioadd in gängigen Größen auf Lager, sodass sie schnell in Bauteile integriert werden können.Â
Ja. Für CNC-Nacharbeiten kann prioadd auf den Maschinenpark des Partners priomold zurückgreifen, der über zahlreiche Fräsmaschinen verfügt. Beide Unternehmen befinden sich im selben Gebäude, sodass mechanische Bearbeitungen schnell und ohne zusätzliche Transportwege umgesetzt werden können.Â
Ja. Gewinde können im SLS-3D-Druck direkt mitgedruckt werden. Kleinere Gewinde wie M2 schneiden wir in der Regel nach, um eine höhere Präzision zu erreichen. Ab M4 können Gewinde meist direkt im Druck hergestellt und verwendet werden. Wenn ein Gewinde jedoch häufig montiert und demontiert wird, empfehlen sich Gewindeeinsätze aus Metall, um eine höhere Lebensdauer zu gewährleisten.Â
Beim SLS-3D-Druck entstehen prozessbedingt Maßtoleranzen im Zehntelbereich sowie leicht raue Oberflächen. Wenn jedoch sehr genaue Passungen benötigt werden, beispielsweise für Lager, Wellen oder präzise Steckverbindungen, kann es sinnvoll sein, die Bohrung nachträglich zu reiben. Dadurch wird der Durchmesser exakt eingestellt und eine gleichmäßige, präzise Oberfläche der Passung erreicht.
